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Warum „Funktionieren“ keine Lösung ist
Vielleicht kennst du das auch.
Du stehst morgens auf, bist kaum richtig selbst wach und eigentlich geht es direkt los…
Kinder wecken, aus dem Bett bekommen, fertig machen, Frühstück/Vesper richten, Kinder sind endlich in der Schule, dann selbst zur Arbeit, später Termine haben und weitere abklären, einkaufen, Haushalt, Essen machen, etc. etc.
Und während du eine Sache erledigst, bist du in Gedanken schon bei den nächsten fünf, denn irgendjemand braucht immer irgendwas…
Abends sitzt du dann vielleicht auf dem Sofa und fragst dich, wo eigentlich der ganze Tag geblieben ist.
Du hast unglaublich viel gemacht, organisiert, erledigt und dich um alles und jeden gekümmert und es fühlt sich trotzdem irgendwie nicht so an.
Und, hast du dich eigentlich irgendwann mal irgendwie zwischendrin auch um dich gekümmert? Oder war immer iiirgendwas ‚wichtiger‘?
Wie ging es dir heute eigentlich?
Hast du dich irgendwann mal gefragt, wie du dich fühlst? Was du gerade brauchst? Ob du überhaupt noch Energie hast?
Oder hast du einfach gemacht, was eben halt gemacht werden musste?
Wenn Funktionieren zum Dauerzustand wird
Ich glaube, wir alle kennen solche Phasen im Leben, in denen wir einfach nur funktionieren.
Und das ist ja auch nicht grundsätzlich schlecht. Manchmal muss man Dinge einfach erledigen, auch wenn man gerade keine Lust darauf hat.
Schwierig wird es meiner Meinung nach dann, wenn aus diesen Phasen ein Dauerzustand wird.
Wenn wir morgens aufstehen, vielleicht sogar mit dem Gefühl: ‚Boah…schon wieder so ein Tag…‘, uns dann doch aufraffen, aufstehen und schon direkt im Autopiloten sind. Wenn wir unsere To-do-Listen von Zuhause und bei der Arbeit abarbeiten, Erwartungen erfüllen und versuchen, allem und jedem gerecht zu werden.
Nur uns selbst irgendwie nicht mehr.
Gerade als Mama kommt da ja noch etwas dazu, was auf keiner To-do-Liste so richtig sichtbar ist.
Dieses ständige Mitdenken.
Wer braucht wann was? Was muss ich dafür noch besorgen? Wann ist der nächste Elternabend? Hat das Kind eigentlich noch passende Schuhe? Und was essen wir heute Abend? Muss ich dafür noch was einkaufen gehen? Habe ich den nächste U-Termin beim Kinderarzt ausgemacht? Oh, was war nochmal für das Abschiedsgeschenk zu erledigen?
Es hört irgendwie nie auf…
Diese ganze unsichtbare Denkarbeit wird auch als Mental Load bezeichnet.
Und manchmal sind es gar nicht die einzelnen Aufgaben, die so anstrengend sind, sondern die Tatsache, dass unser Kopf einfach nie wirklich Feierabend hat. Das fühlt sich unheimlich erschöpfend und auslaugend an.
Warum Funktionieren keine dauerhafte Lösung ist
Weil Funktionieren zwar dafür sorgt, dass Dinge erledigt werden.
Aber es sagt überhaupt nichts darüber aus, wie es uns dabei geht.
Wir können nach außen alles im Griff haben und uns innerlich trotzdem völlig erschöpft und irgendwie leer fühlen.
Wir können für andere da sein, Verantwortung übernehmen und unseren Alltag meistern. Und gleichzeitig immer weniger wahrnehmen, wie es eigentlich uns selbst geht.
Ich kenne dieses Funktionieren selbst sehr gut.
Und ich kenne auch das Gefühl, irgendwann zu merken, dass ich so eigentlich gar nicht weitermachen möchte. Allerdings war das kein bewusster Moment, nicht direkt greifbar. Sondern irgendwie latent unterschwellig da. Weil eigentlich war doch alles ‚gut‘, ich hatte keinen wirklich Grund mich zu beschweren. Aber so hat es sich nun mal nicht angefühlt… Und dadurch habe ich irgendwann gemerkt, dass ich das nicht mehr möchte, dass es so nicht weitergehen kann.
Eine Sache, die ich über die Jahre gelernt habe, ist, dass Veränderung nicht unbedingt damit beginnt, dass wir im Außen alles anders machen.
Sondern damit, dass wir überhaupt erst einmal wieder mitbekommen, was in uns passiert. Dass es sich z.B. vieles irgendwie komisch und leer anfühlt, ohne es wirklich greifen zu können.
Können wir benennen, wie es uns wirklich geht? Was wir fühlen? Was wir brauchen?
Denn wie sollen wir etwas verändern, wenn wir gar nicht mehr richtig wahrnehmen, was eigentlich los ist?
Der erste kleine Schritt raus aus dem Autopiloten
Und jetzt?
Noch eine Aufgabe auf der sowieso schon viel zu langen To-do-Liste?
Nein. 😄
Genau das möchte ich nämlich nicht.
Ich möchte dich vielmehr einladen, heute einmal etwas ganz Kleines auszuprobieren.
Irgendwann mitten in deinem Alltag. Vielleicht während du auf deinen Kaffee wartest, im Auto sitzt oder gerade von einer Aufgabe zur nächsten gehst.
Halte einfach mal kurz inne.
Und frage dich:
Wie geht es mir eigentlich gerade?
Nicht, wie es dir gehen sollte.
Nicht, ob du einen guten Grund hast, dich so zu fühlen.
Sondern einfach: Wie geht es mir wirklich?
Vielleicht merkst du, dass du müde bist. Vielleicht bist du angespannt, traurig, genervt oder auch einfach zufrieden.
Alles darf erst mal da sein.
Und dann stell dir noch eine zweite Frage:
Was brauche ich gerade?
Vielleicht ist es Ruhe. Vielleicht ein bisschen Bewegung, frische Luft, ein Gespräch oder einfach mal fünf Minuten, in denen niemand etwas von dir möchte.
Und wenn du eine Antwort findest, überlege, was davon gerade tatsächlich möglich und direkt umsetzbar ist.
Es muss nichts Großes sein.
Vielleicht sind es nur ein paar bewusste Atemzüge. Vielleicht bittest du jemanden um Hilfe. Oder du entscheidest dich ganz bewusst dafür, etwas heute einfach mal nicht zu machen.
Es geht nicht darum, jetzt sofort alles zu verändern.
Es geht darum, wieder anzufangen, dich selbst wahrzunehmen.
Du darfst in deinem eigenen Leben auch vorkommen und das nicht nur als Rolle für alle anderen.
Ich meditiere seit vielen Jahren. Und eine der wertvollsten Erfahrungen, die ich dadurch gemacht habe, ist, dass ich gelernt habe, mich selbst wieder bewusster wahrzunehmen.
Meine Gedanken, meine Gefühle, meine Reaktionen.
Und dadurch habe ich heute viel öfter die Möglichkeit, bewusst zu entscheiden, wie ich mit Situationen umgehen möchte.
Das bedeutet nicht, dass ich immer gelassen bin, nie gestresst bin oder alles total wunderbar funktioniert und Friede Freude Eierkuchen ist. Nein.
Aber ich merke heute viel früher, wenn etwas nicht stimmt.
Und ich kann anders damit umgehen.
Genau darum geht es mir auch mit michselbst.jetzt.
Ich möchte Frauen, insbesondere berufstätige Mamas, dabei begleiten, wieder mehr bei sich selbst anzukommen. Mit Meditation, kleinen alltagstauglichen Übungen und der Möglichkeit, sich selbst und die eigenen Verhaltensweisen besser kennenzulernen.
Nicht, damit wir noch mehr schaffen und noch besser funktionieren.
Sondern damit wir unser Leben nicht nur irgendwie bewältigen, sondern auch wieder bewusster und damit schöner erleben können.
Und vielleicht ist die Frage „Wie geht es mir eigentlich gerade?“ heute schon ein guter Anfang.
Du musst dafür nicht erst dein ganzes Leben umkrempeln.
Du darfst einfach bei dir anfangen.
Jetzt.
Denn in dir ist alles, was du brauchst.
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Drei Minuten für dich
Beispielbeitrag. Hier steht später der vollständige Text des Beitrags.
